20 Jahre Storengy-Erdgasspeicher Harsefeld

Steffi Graf und Anke Huber fiebern dem Finale des Fed-Cups entgegen, die USA haben alle strate­gi­schen Atomwaffen aus Europa abgezogen – und in Harsefeld wird ein Erdgas­schieber geöffnet. Zum ersten Mal fließt am 13. Juli 1992 Erdgas in die frisch gesolten Kavernen des Erdgas-Unter­grund­spei­chers Harsefeld. Aufwändige seismische und geolo­gische Unter­su­chungen hatten zuvor die hervor­ra­gende Eignung des Salzstocks Harsefeld zur Anlage von Speicher­ka­vernen tief unter der reizvollen Landschaft der Zevener Geest belegt. Über zwei Bohrungen wurde in Tiefen zwischen 1.100 und 1.700 m das massive Salzge­stein mit Wasser ausgelöst. Die entste­hende Sole wurde über eine eigens verlegte Pipeline zur Saline der Akzo Nobel nach Stade geleitet, wo aus der Sole wieder festes Speisesalz gewonnen wurde. Wie überdi­men­sionale, schlanke Wasser­fla­schen sehen die beiden Kavernen aus, in denen seitdem tief in der Erde Erdgas gespei­chert wird

Nachfra­ge­be­dingte, starke Preis­dif­fe­renzen zwischen Sommer und Winter hatten schon früh zu Überle­gungen geführt, das aus der Nordsee oder aus Russland impor­tierte Erdgas im Lande zu speichern und zu bevor­raten. Heute führt die Energie­wende zu einer immer größeren Nachfrage nach der flexibel einsetz­baren und schnell verfüg­baren Energie von Erdgas, wodurch den Speichern eine weiter wachsende Bedeutung zukommt. Insbe­sondere Kaver­nen­speicher wie die Anlage der Storengy in Harsefeld sind mit ihrer schnellen Verfüg­barkeit und ihren hohen Ausspei­cher­raten ein Grund­pfeiler der sicheren Erdgas­ver­sorgung unseres Landes.

Bei einer Höhe von jeweils 250 Metern und einem Durch­messer von bis zu 60 Metern können in den beiden Salzka­vernen 119 Millionen m³ Arbeitsgas gespei­chert werden – genug, um eine Stadt wie Stade 5 Jahre lang zu versorgen. Um die Kavernen zu befüllen, muss das Erdgas mit mächtigen Verdichtern auf einen Druck von über 200 bar gebracht werden. Das Ausspei­chern geht dafür fast von selbst. Pro Stunde können bis zu 300.000 m³ Erdgas aus den beiden Kavernen entnommen und den Verbrau­chern zu Spitzen­last­zeiten zur Verfügung gestellt werden.

Seit zwanzig Jahren arbeitet der Erdgasspeicher Harsefeld sicher und absolut zuver­lässig. Dass es dabei bleibt, dafür sorgt Betriebs­leiter Rüdiger Maikranz mit seinen Kollegen. „Sicherheit, Wartung und Instand­haltung haben bei Storengy höchste Priorität – und Vertrauen schafft man eben nur mit Profes­sio­na­lität und höchster Verläss­lichkeit“ betont Maikranz. Die hohen Inves­ti­tionen des Unter­nehmens in den Unterhalt der Anlagen zahlen sich über die eindrucks­volle technische Verfüg­barkeit des Speichers aus. Sie liegt bei der Ausspei­cherung bei 100 %, bei der Einspei­cherung bei rekord­ver­däch­tigen 99,9 %. Besonders stolz ist man bei Storengy auch auf eine andere Zahl: seit dem Baubeginn vor über 23 Jahren arbeitet der Speicher­be­trieb in Harsefeld unfallfrei!

Wir gratu­lieren unserem Betriebs­leiter Rüdiger Maikranz und seiner Mannschaft zu dieser großar­tigen Leistung!

Der Erdgasspeicher Harsefeld

Westlich von Hamburg liegen die beiden Speicher­ka­vernen des Storengy-Speichers Harsefeld. Über zwei Spezi­al­boh­rungen wurden die beiden Kavernen in Tiefen von 1.100 Meter und 1.700 Meter aus dem massiven Salz des Salzstocks Harsefeld heraus­ge­laugt. Dabei entstanden beein­dru­ckende Hohlräume von über 300 Meter Höhe und bis zu 50 Meter Durch­messer. Bis zu 119 Millionen Kubik­meter Erdgas können in den Kavernen einge­lagert werden. Im Vergleich mit den Poren­spei­chern der Storengy keine bedeu­tende Menge, aber der Kaver­nen­speicher hat auch eine andere Aufgabe als die beiden Poren­speicher. Durch seine hohe Ein- und Ausspei­se­leistung wird der Speicher Harsefeld zum Spitzen­aus­gleich heran­ge­zogen. Wenn an den kältesten Tagen des Winters alle Heizungen hochge­fahren werden und die Fabriken ihren Betrieb aufnehmen, schnellt der Erdgas­ver­brauch auf Höchst­stände. Der Storengy-Speicher Harsefeld stellt sicher, dass auch hohe Abnah­me­spitzen jederzeit gedeckt werden können.

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