Erdgasspeicherung
Erdgas ist der modernste Wärmeenergieträger überhaupt. Dieser kommt wie der Strom verbraucherfreundlich durch die Leitung, beansprucht keinen Platz zur Lagerhaltung und hat von allen fossilen Energieträgern die beste CO2-Bilanz. Wegen dieser Vorteile ist Erdgas zur Heizenergie Nr. 1 geworden. Das ist auch der Grund dafür, warum in Deutschland im Winter sechsmal so viel Erdgas verbraucht wird, wie im Sommer. Derart ausgeprägte Absatzschwankungen können aus technischen und wirtschaftlichen Gründen von Produktion und Import nicht aufgefangen werden. Daher wird im Sommer mehr Erdgas produziert und importiert, als der Markt aufnehmen kann. Dagegen übersteigt die Nachfrage im Winter die aus Produktion und Importen zur Verfügung stehenden Mengen.

Unterirdische Speicherung
Porenspeicher und Kavernenspeicher
Storengy Deutschland GmbH betreibt deswegen sieben Erdgas-Untergrundspeicher, in denen die sommerlichen Überschussmengen zwischengelagert werden können. Damit stehen zu Beginn der Winterzeit zusätzliche 2 Milliarden Kubikmeter Erdgas bereit, die den steigenden Bedarf decken.
Erdgas wird unterirdisch gespeichert
Die Natur hat uns vorgemacht, wie man Erdgas am besten absolut sicher und umweltschonend speichert: in den porösen Gesteinsschichten der natürlichen Erdgaslagerstätten tief in der Erde - dort, wo der begehrte Energieträger über Jahrmillionen bis zu seiner Entdeckung lag. Genau an diese Orte bringen wir das Gas, das im Sommer nicht gebraucht wird. Die Erdgasspeicherung in ehemaligen Lagerstätten ist ein technisch anspruchsvolles Unterfangen. Deshalb sorgt ein fortwährender Optimierungsprozess für größtmögliche Effizienz und Zuverlässigkeit. Heute ist die Speicherung von Erdgas zu einem unverzichtbaren Pfeiler der Energieversorgung unseres Landes geworden.
Derzeit werden etwa 10 Prozent des jährlichen Erdgasverbrauchs in Deutschland in Speichern vorgehalten, um die saisonalen Schwankungen auszugleichen. Über den bisherigen Ausbau unserer Speicher hinaus haben wir uns mit der detaillierten Vorbereitung weiterer Ausbau-Optionen auf einen steigenden Erdgasbedarf eingestellt.

Porenspeicher und Kavernenspeicher
Bei der Erdgasspeicherung unterscheidet man grundsätzlich zwei Speichertypen:

Porenspeicher - ehemalige Erdgaslagerstätten
Porenspeicher sind nichts anderes als ehemalige Erdgaslagerstätten, aus denen bereits Erdgas gefördert wurde. Hier steckt das Gas in winzigen Poren, Rissen und Hohlräumen in festen, aber porösen und durchlässigen Gesteinsschichten in Tiefen zwischen 1.500 und 2.700 Metern.

Der Platz in der Lagerstätte, der durch das geförderte Gas frei geworden ist, steht Speichermengen zur Verfügung. Entsprechend der Größe der ehemaligen Lagerstätte können unter hohem Druck große Volumina in den Porenspeichern zwischengelagert werden. Porenspeicher sind daher auf die Übernahme der Grundlast in den Wintermonaten ausgelegt.
Kavernenspeicher - große Hohlräume in Salzstöcken
Kavernenspeicher sind dagegen tatsächlich große Hohlräume, die künstlich aus dem Salzgestein norddeutscher Salzstöcke herausgelaugt wurden. Der Kavernenspeicher der Storengy liegt strategisch günstig in der Gemeinde Harsefeld bei Stade. Er dient mit seiner hohen Stundenleistung zur flexiblen und kurzfristig einsetzbaren Abdeckung von Verbrauchsspitzen. Durch die Kombination der beiden Speichertypen können wir unseren Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität zur bedarfsgerechten Speicherung und Wiederauslagerung bieten.

